‘Parking for costumers only. Other cars will be crashed and melted.’
Herrlich, dass Singapur als Ex-Kolonie den britischen Humor behalten hat – solche Straßenschilder sollte es in Deutshland auch geben, macht das ganze doch viel angenehmer.
Gut, Singapur ist dafür insgesamt verdammt streng, was solche Dinge angeht, aber immerhin kann man es hier noch mit Humor nehmen. (Beispiele wären 120$ Strafe für Nichtanschnallen, 300$ für Rauchen in Gebäuden, 500$ (meine ich) für Kaugummis, Todesstrafe für den Besitz von Drogen, etc.)
Auch interessant ist die Autorität von Europäern hier – man wird von niemandem angesprochen, auf dem Fußweg wird meist Platz gemacht, in U-Bahnen gelegentlich sogar Sitze angeboten und der Eingangscode für unsere Wohnanlage, als wir vor dem Security-Tor gewartet haben, war einfach: ‘You stupid security, open the bloody gate.’
Umstände die, so Helmuth, nur für Europäer zutreffen – und das obwohl ich nun nach drei Tagen sagen muss, dass die Asiaten mehr unseren Respekt verdient hätten, als umgekehrt. Aber nun.
Den Tag heute haben wir mit einem Spaziergang auf der Orchard Road begonnen, vergleichbar ein wenig mit der 5th Avenue, nur nicht ganz so luxuriös und teuer, sondern durchsetzt mit gewöhnlichen Malls.
Auf der Starbuck’s-Terrasse gab es dann einen Mango-Saft in Helmuths üblicher Runde von Pfeife-Rauchern, die sich dort jeden Samstagmorgen treffen – fünf, sechs sehr interessante, unterschiedliche Menschen. Hatte ein nettes Gespräch mit Alan aus Irland über das Schulsystem dort. Auch in der Runde ein Amerikaner, ein Chinese, der über sämtliche Details der Weltpolitik Bescheid weiß (hat uns über die Schweizer wehrpflicht aufgeklärt) und einer der Firmenberater von IBM. Letzterer mehr oder weniger (wohl nicht zuletzt aus finanziellen Gründen) der Mittelpunkt der kleinen Gruppe, die wirklich spannend und unterhaltsam ist. Freue mich schon auf nächsten Samstag.
Weiter ging der Spaziergang dann durch verschiedene Malls, auf der Suche nach Schuhen und vielleicht einer neuen Jeans. Leider nichts gefunden bei Armani, Prada, Vuitton und dergleichen. Beziehungsweise gefunden genug, nur … nun ja, lasst uns nicht über die Preise reden.
Mittagessen ließ sich in einem kleinen ‘Italiener’ für echt wenig Geld finden. Italiener in Anführungszeichen, weil die Speisekarte genau wie bei jedem anderen Nudelrestaurant hier aufgebaut war, nur dass es die asiatischen Nudeln alle in Tomatensauce gab und die Pizzen vornehmlich mit Seafood oder Chili belegt waren. Dennoch echt lecker – und hier etwas zu essen zu finden ist ja sowieso ungefähr so schwer, wie am Strand ein Sandkorn zu entdecken.
Danach waren wir noch ein wenig spazieren, wodurch ich nun eigentlich die gesamte Innenstadt und das Viertel am Raffles-Hotel kenne. Details dazu siehe Bilder von heute, sind wieder nicht so viele geworden, ich muss mich erst noch daran gewöhnen, alles, was ich interessant finde, festzuhalten, um es hier wiedergeben zu können.
So viel erst mal zu heute, jetzt gerade ist es 16:20 und wir sind zu einer kurzen Pause von der enormen Hitze (im Gegensatz zu gestern fast wolkenfreier Himmel und ein paar Grad wärmer) zurück in der Wohnung. Vielleicht nachher noch mal raus, zum Abendessen.
Bis dahin euch, die ihr gerade aufsteht, einen schönen Tag, wünsche ich!

Ich denke, du machst da ein Praktikum? Das klingt ja richtig schön nach Urlaub, Entspannung. Tzetzetze ;-)
Aber ich hänge gebannt an jeder Zeile jeden Eintrags. Finde das sowohl fasziniered, was du erlebst als auch irgendwie toll, dass du da einmal um die Welt bist und man eine Webseite aufrufen kann, auf der deine Erlebnisse stehen.
Internet ist toll!